Herzlichen Gl├╝ckwunsch, Norman Rentrop!

 

„Glauben Sie, Paul Getty
hätte seine Nachbarn gefragt,
ob er ein neues
Unternehmen gründen soll?”

Neue Tipps für Unternehmer

gewidmet Herrn Norman Rentrop zum 50. Geburtstag
(herausgegeben von Helmut Graf)

 

   
 

Eine kurze Geschichte des erfolgreichen Unternehmers
Norman Rentrop

Von Axel Gloger

Mit seinen Produkten hat der Verleger Norman Rentrop das Leben vieler Menschen verändert. Wenn es diese Berufsbezeichnung gäbe, dann würden wir Rentrop als Unternehmermacher bezeichnen.

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Axel Gloger, Wirtschaftsjournalist, Trendexperte, Buchautor,
Aufsichtsratsmitglied der VNR AG

Im Laufe seines mittlerweile über 30-jährigen Wirkens hat Norman Rentrop den Menschen gezeigt, wie man eine Geschäftsidee findet, eine Firma gründet und diese zum Erfolg führt.

Seine unternehmerische Aufgabe hat er darin gesehen, die richtigen Gebrauchsanleitungen für dieses Tun zu finden und zu verbreiten. Sein Erfolg beim Absatz dieser Produkte zeigt, dass dafür ein reger Bedarf besteht:

Viele Menschen haben sich, mit seiner Hilfe, ihren kleinen Traum verwirklicht, sind aus dem Dasein eines Tarifangestellten ausgebrochen und haben heute ihr eigenes Unternehmen.

Norman Rentrop hat vielen Menschen im richtigen Moment die richtige Idee für ein Geschäft geliefert - und damit vielleicht mehr getan als einer der vielen selbsternannten Experten, die nie selbst ein Unternehmen geführt haben, aber das Fehlen von Unternehmern oft und lautstark beklagen.

„Machen”

scheint eines der Lieblingsschlagworte des Bonner Verlegers Norman Rentrop zu sein. So werden Mitarbeiter, die mit ihm zusammenarbeiten, auch häufig mit dem Auftrag „einfach machen” auf den Weg geschickt, und wenn er über seine Aufgaben spricht, fallen immer wieder diese Worte: „Macher suchen”.

Norman Rentrop ist es längst; angefangen hat alles mit kleinsten Mitteln im Schüleralter.

Er arbeitete in der Lokalredaktion der Zeitung an seinem Heimatort - sein Ressortchef hatte gerade mitgeholfen, ein neues Unternehmen zu gründen: Es war die Gründerzeit der an die Haushalte gratis verteilten Anzeigenblätter, der Redaktionsleiter war zuvor an einer dieser Erfolgsgeschichten beteiligt, indem er für einen Unternehmer, der mit 500 D-Mark Startkapital daherkam, ein Anzeigenblatt auf Kiel legte.

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Dr. Christian Eschweiler, ehemaliger Klassenlehrer von Norman Rentrop

Die Geschichte faszinierte den Junior-Redakteur Norman Rentrop so sehr, dass er sich daranmachte, selbst ein Anzeigenblatt aus der Taufe zu heben. Der Detailversessene wollte es gut und gründlich machen - anders als sein Vorbild nahm er gleich 20.000 D-Mark Startkapital in die Hand, und die Sache ging schief.

Norman Rentrop und sein damaliger Partner hatten einige der Nachbargemeinden ausgewählt, um dort ihr Projekt zu lancieren: Die dortigen Bürger, von der Lokalzeitung bisher vernachlässigt, sollten endlich ihre eigene Zeitung bekommen.

Gratis von
Norman Rentrop.

Die beiden jugendlichen Gründer hatten alles vorbereitet. Die Anzeigenkunden konnten sich anhand einer vollständig gedruckten Nullnummer ansehen, was die Leser bekommen sollten. Eine Truppe von Austrägern für das Wochenblättchen war schon angeheuert, alles war für den Tag X im Jahr 1975 vorbereitet, an dem das Blatt zum ersten Mal zu den Lesern kommen sollte.

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Fred Schuld, ehemaliger Auszubildender des Verlages, heute Geschäftsführer „Bundesanzeiger Verlag GmbH”

Aber Norman Rentrop und sein Partner hatten die Rechnung ohne den Platzhirsch gemacht:

In der Firmenzentrale des marktbeherrschenden Tageszeitungsverlages hatte man inzwischen entdeckt, dass mit den Anzeigenblättern eine Konkurrenz heranwuchs, bei deren Aufkommen man nicht tatenlos zusehen konnte. Denn Anzeigenkunden, die in einem Anzeigenblatt inserieren, schalten nicht noch ein zweites Mal in der teureren Tageszeitung, die noch nicht einmal in allen Haushalten gelesen wird.

Der mächtige Konkurrent „General-Anzeiger” mit einem Jahresumsatz von mehreren Millionen D-Mark holte zum Schlag gegen die 20.000-D-Mark-Gründer aus: Entweder ihr hört freiwillig sofort auf, oder wir machen euch das Leben schwer, so verstanden die beiden die Botschaft aus der Chefetage der Tageszeitung.

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Dr. Michael Fuchs, Unternehmer, Mitglied des Deutschen Bundestages und des CDU-Bundesvorstandes,
stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der VNR AG

Sich auf eine lange, teure und kräftezehrende Auseinandersetzung mit dem soviel größeren Gegner einzulassen, dazu hatten die beiden jugendlichen Gründer wenig Neigung. Ein Großteil des Geldes, zusammengekratzt aus den Schülerlöhnen der vergangenen Jahre, war schon aufgebraucht. Also strich das Unternehmen die Segel, ehe die Fahrt richtig begonnen hatte.

Was hätten Sie jetzt getan, lieber Leser, liebe Leserin,

nachdem das Geld futsch und die erste, so schön ausgedachte Idee den Bach hinunter gegangen war? Den Kopf in den Sand gesteckt, eine Anstellung gesucht und die Pläne von Reichtum begraben?

Nicht so Norman Rentrop. In dem damals 18-Jährigen war der Kampfgeist erwacht: Er wollte sich sein verlorenes Geld so schnell wie möglich wieder zurückholen. 10.000 D-Mark waren sein Anteil an der gescheiterten Firma.

Sein Partner ging nach Idar-Oberstein und versuchte es dort zum zweiten Mal - mit Erfolg: Das Geschäft mit den Anzeigenblättern kam in der Edelsteinstadt zum Laufen.

Aber Norman Rentrop wollte am alten Ort bleiben. Er nutzte die einmal aufgebaute Truppe von Zeitungsausträgern und sattelte auf eine Prospektverteilagentur um.

Seine Mitarbeiter steckten allwöchentlich zweimal Prospekte von Edekahändlern, Tankstellen und Getränkemärkten in die Briefkästen von einigen tausend Haushalten, und an jedem so verbreiteten Prospekt verdiente der Jungunternehmer einen kleinen Pfennigbetrag.

Die Summe aller Beträge ergab bald soviel, wie
Norman Rentrop
vorher verloren hatte

Er selbst trieb die Kunden für seine Prospektverteiler auf, ergänzte die Truppe und fuhr bei Wind und Wetter mit dem Moped über Land, um die Arbeit seiner Verteiler auf den Dörfern zu kontrollieren.

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Michael Rieck,Wegbegleiter der 1. Stunde, Geschäftsführer Energie Kommunikation Services GmbH

Für einen gerade Volljährigen hatte Norman Rentrop eine Menge erreicht, aber er konnte sich nicht vorstellen, in der Prospektverteilerbranche zu bleiben.

Zwar ließen sich mit einer genügend großen Truppe an den Pfennigbeträgen auch Millionen verdienen, aber das bis ans Ende der Tage?

So hatte Norman Rentrop sich das Unternehmerleben nicht vorgestellt. Er begab sich auf den Absprung zu seiner nächsten Idee:

In England hatte er eine Firma kennen gelernt, die Unternehmenskonzepte in gedruckter Form verbreitete. Diese Methode faszinierte den jungen Deutschen so sehr, dass er die Rechte für Deutschland erwarb und sich daranmachte, Unternehmenskonzepte zu verbreiten.

Es wurde seine dritte Geschäftsidee innerhalb kurzer Zeit, und es sollte die erfolgreichste werden.

Norman Rentrop verwertete sein unternehmerisches Wissen hier gleich noch einmal - er legte die ersten Nummern einer neuen Zeitschrift auf.

Der Name: „Die Geschäftsidee”.

Das Blättchen bestand aus mit der Schreibmaschine geschriebenen Seiten, die hektografiert und zusammengeheftet verbreitet wurden. Hier kam es auf den Inhalt an, nicht auf die Form - das Blatt sollte Gründern alle Informationen liefern, die zum Aufbau dese eigenen Unternehmens nötig waren.

Die ersten Konzepte waren auch die, die Rentrop selbst schon zur Reife gebracht hatte: das Anzeigenblatt und die Prospektverteilagentur.

Seine Gründertage fanden noch im Elternhaus statt, wo sich der Junior ein Büro eingerichtet hatte und offensichtlich mit Verständnis und Großzügigkeit rechnen durfte, wenn er das Wohnzimmer schon einmal dafür benutzte, um Lieferanten- oder Mitarbeitergespräche zu führen.

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Claus von Kutzschenbach, ehemaliger Chefredakteur des 1. Loseblattwerkes der VNR AG, heute Unternehmens- und Management-Coach

Natürlich war dieses erste, noch provisorische Firmendomizil schnell zu klein geworden; Rentrop hatte bald begonnen, seine „Geschäftsidee” zu professionalisieren und Abonnenten zu werben, indem er Werbebriefe verschickte.

Damit war der Kern zu seinem heutigen Verlags- und Versandgeschäft schon geschaffen, denn die Grundprinzipien sind geblieben, allerdings um ein Vielfaches multipliziert. Es geht ihm noch immer um das, was er als Credo so beschreibt:

„Wir machen Beratung mit Hilfe der Druckerpresse. Wir wollen Selbstständigsein und Eigenverantwortung durch die publizistische Beratung stärken.”

Aber der Erfolg ist auf des Verlegers Seite. „Die Geschäftsidee” ist nach wie vor das Flaggschiffprodukt des Unternehmermachers, daneben gibt es einige Dutzend Zeitschriften und Loseblattwerke.

Der Verlag Norman Rentrop kennt eigentlich nur einen Weg:
den nach oben.

Jedes Jahr sind die Umsätze mit zweistelligen Prozentraten gewachsen, und so kam es, dass Norman Rentrop bereits in seinen Zwanzigern, als seine Jahrgangskollegen sich noch mit Aushilfsjobs herumdrückten, mehrfacher Umsatzmillionär war.

Er baute sein Unternehmen sehr zielstrebig aus, immer auf der Suche nach neuen Produkten und neuen Märkten.

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Dr. Wolfgang Stock, ehemaliger Lektoratsleiter der VNR AG, heute Geschäftsführer Spotlight Verlag GmbH
 

 

Wer vor 1976 mit einem eigenen Unternehmen sein eigener Chef werden wollte, ging ein hohes unternehmerisches Risiko ein. Der Grund:

Erst im Mai 1976 erschien die erste deutsche Zeitschrift für Gründer und Unternehmer
Die Geschäftsidee und dann im August 1977 das bis heute eines der bedeutendsten Standardwerke
für Unternehmensgründer „Tipps zur Unternehmensgründung”
.

Geschrieben hatte es allerdings kein 50-jähriger Unternehmer, dem man per se eine große unternehmerische Erfahrung zugewiesen hätte. Alle Tipps und Ratschläge in diesem Buch stammen von dem damals erst 20-jährigen Norman Rentrop aus Bonn-Bad Godesberg.

„20-jähriger Jung-Unternehmer
machte tausende Gründer zu Erfolgs-Millionären

So oder ähnlich hätte es wohl damals mit Erscheinen der ersten „Geschäftsidee”-Ausgabe oder des Buches „Tipps zur Unternehmengründung” in der Zeitung gestanden - wenn man in die Zukunft hätte schauen können. Doch heute, im Jahr 2007, lässt sich nicht zählen, wie viele

„Hamburger Schnellrestaurtants„, „Go-Kart-Hallen”, Prospektverteil-Agenturen”, „Sonnenstudios”, „Fitness-Center”, „Schreib-Büros”, „Tanzschulen”, „Vollwert-Restaurants”, „Bio-Fachmärkte”, „Anzeigen-Blätter”, „Indoor-Kletterhallen” ...

und zig Tausend weitere Erfolgs-Konzepte, die sich am Markt durchgesetzt haben, Norman Rentrop ihren großen Erfolg zu verdanken haben.

Axel Gloger, freier Journalist und Buchautor, schreibt:

„Es bleibt unbekannt, wie vielen Unternehmen und Millionären Rentrop mit seinen Veröffentlichungen Geburtshilfe geleistet hat - aber als Wirtschaftsjournalist trifft man immer wieder auf bekennende Rentrop-Gründer, in deren Leben eine Idee aus diesem Hause als Ursprung eines neuen Berufsweges zu lokalisieren ist.”

Heute gibt die Verlagsgruppe über 250 Zeitschriften, Informationsdienste und Loseblatt-Zeitschriften heraus. Über 400 festangestellte Mitarbeiter sind in Bonn-Bad Godesberg tätig. 600 sind es weltweit, hinzu kommen rund 1.000 freiberufliche Autoren, die Rentrops Leitspruch und Ziel des Verlags folgen:

„Die publizistische Beratung selbständiger Unternehmer und aller, die unternehmerische Verantwortung tragen, bei der Erreichung ihrer Lebensziele. Die Förderung von Selbständigkeit und Eigenverantwortung zur Schaffung einer freien, sozialen Gesellschaft.”


Anlässlich des 50. Geburtstags von Norman Rentrop erscheint nun die Fortschreibung seines Erfolgsbuches „Tipps zur Unternehmensgründung” aus der Gründerzeit des Jahres 1976.


„Sage was du denkst und tue was du sagst - herzlichen Glückwunsch
zum 50. Geburtstag”
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Helmut Graf, Vorstand Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG

Der junge Norman Rentrop, hat ein Jahr nach Gründung seines Verlages das Erfolgsbuch "Tipps zur Unternehmensgründung" geschrieben. Viele haben ihn damals nicht ernst genommen:

„Wie kann ein junger Mann erfolgreich Tipps zur Unternehmensgründung geben?”

30 Jahre danach schreiben Mitarbeiter, Partner, Geschäftsfreunde und Weggefährten dieses Erfolgsbuch fort. Sie zeigen, dass das was man denkt auch sagt - und das, was man sagt, auch tut!

Vielleicht sind das die wahren Erfolgsgeheimnisse einer erfolgreichen Gründung.

Die Fortschreibung von „Tipps zur Unternehmensgründung” ist ein Geschenk an Norman Rentrop zum 50. Geburtstag. Aber eigentlich ist dies ein Geschenk VON Norman Rentop an uns alle. Denn wer seinen Rat befolgte, konnte - wie er - erfolgreich werden.

Herzlichen Glückwunsch im Namen aller Mitarbeiter, Geschäftsfreunde, Partner und Weggefährten und Danke für die Inspiration, Motivation, Einschätzungen, Ratschläge, die Offenheit und die Begeisterung für neue Ideen - und nochmals:

Herzlichen Glückwunsch zum 50. Geburtstag!


Tipps zur Unternehmensgründung
- Die Fortschreibung

I N H A L T

0. Kurze Geschichte eines erfolgreichen Unternehmers (von Axel Gloger) mehr dazu ...

1. Vorwort - Gründe des Erfolges mehr dazu...

2. Die Mannschaft - ein Erfolgsbaustein mehr dazu ...

1. „Sie schaffen das schon.”
2. „Mitarbeiter sind nicht blöd!”
3. „Das fordere ich von Dir.”
4. „Ich habe nie wieder Menschen erlebt, die so fleißig sind wie im Verlag Norman Rentrop.”

3. Lieferanten - im Einkauf
liegt der Gewinn
mehr dazu ...

1. Mut, auch unbekannte Wege zu gehen
2. Lehrgeld zu zahlen lässt sich gar nicht vermeiden

4. Die Finanzierung - anderer Leute Geld
gut und billig mehr dazu ...

1. „Kompetenz braucht keinen Schlips.”

5. Selbstständigkeit ist mehr als Geldverdienen:
Eigene Ideen verwirklichen
mehr dazu ...

1. „Ich fand es stark und lehrreich.”
2. „Die machen aus einem Trampelpfad eine Autobahn”

6. Wie schätze ich meine Gewinnaussichten realistisch ein? mehr dazu ...

1. „Alles aus persönlicher Erfahrung - nicht vom grünen Tisch ...”
2. Glauben Sie, Paul Getty hätte seine Nachbarn gefragt, ob er ein neues Unternehmen gründen soll?
3. „Talent zum Management”
4. Nur kalkulierbare Risiken eingehen
„Ready, shoot, aim.”
„Kapitalistische Nachwuchsschulung lassen wir nicht durch.”
5. Testen, um das Risiko zu minimieren

7. Wer ist als Unternehmer geeignet? mehr dazu ...

1. Entscheiden kann nur der Markt
2. Geld allein schafft keinen Erfolg
3. Eine gute Geschäftsidee ist eine gute Basis - aber keine Erfolgsgarantie

8. Strategie der innovativen Innovation mehr dazu ...

9. Wie geht's weiter? mehr dazu ...

1. „Rentrop ist dann langsam aber sicher. Bis irgendwann die ganze Welt vielleicht nur noch der VNR Verlag sein wird.”


Vorwort

1. Gründe des Erfolges

Es gibt kaum einen Begriff, der mit mehr Vorurteilen belastet ist, als der des „Selbstständigmachens”.

„Wer sich selbstständig machen will, muss zuerst einmal Geld haben und dann natürlich viel Erfahrung. Am besten eine Million auf der Bank und den Doktortitel in der Tasche.”

Dabei gibt es mehr als genug Beispiele, dass man für einen erfolgreichen Start als Unternehmer weder viel Geld noch akademisches Wissen benötigt.

Denn es kommt nicht allein auf ein breites Allgemeinwissen an, auch nicht auf wirtschaftswissenschaftliche Kenntnisse, sondern auf ein kleines bisschen „Know-how” („Gewusst wie).

Alles, was je entstanden ist,
entstand zuerst in Gedanken.

Jedes Unternehmen existierte zunächst einmal in der geistigen Vorstellung seines Gründers. Die positive Einstellung zum Erfolg ist bereits der Anfang des Erfolgs. Denn was wir mit unserem Geist erfassen können und was wir glauben, das können wir auch verwirklichen. Wer sich aber seinen Erfolg im Leben „nicht denken”, kann, wird ihn nie erreichen.

Zu diesem Denken wollen die folgenden Tipps bewährte Bausteine, sozusagen als Verankerungen, liefern.

Diese Veröffentlichung ist kein betriebswirtschaftliches Grundlagenwerk, auch kein Steuer- oder Rechtsratgeber.

Die Botschaften wollen Ihnen vielmehr Tipps geben. Tipps aus der Praxis, auf die wir bei unseren Befragungen von Geschäftsfreunden, Mitarbeitern, Partnern und Weggefährten stießen. Tipps, die Ihnen Geld, Zeit und schlechte Erfahrungen ersparen.

 

2. Die Mannschaft -
ein Erfolgsbaustein

Der durchschnittliche Arbeitnehmer verbringt nach Arbeitszeituntersuchungen 17 Prozent seiner Arbeitszeit mit Nichtstun und vergeudet weitere 28 Prozent durch ineffektive Arbeitsmethoden.

Bei erfolgreichen Kleinunternehmen sehen diese Werte erheblich günstiger, bei Großunternehmen ungünstiger aus. Das liegt hauptsächlich an der bis ins Detail durch Verordnungen, Stellenplan und Hausanweisungen geregelten Organisation der meisten Großunternehmen und Behörden, die keinen Spielraum für Eigeninitiative und Anpassung an die Fähigkeiten der Mitarbeiter zulässt.

„Sie machen das schon ...”
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Fred Schuld, ehemaliger Auszubildender des Verlages, heute Geschäftsführer „Bundesanzeiger Verlag GmbH”

 

„Herzlichen Glückwunsch und alles Gute zum 50. Geburtstag” (Guido Ems)

 

„Mitarbeiter sind nicht blöd”
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Eduard Altman, Verlagsleiter Computerwissen, VNR AG

 

Auf formale Qualifikationen wie Studium
oder Abitur wird viel zu viel wert gelegt.

So gilt in Deutschlands Amtsstuben der junge Akademiker mehr als der noch so erfahrene Praktiker.

„Herzlichen Glückwunsch und alles Gute zum 50. Geburtstag” (Petra Rausch)

Sie als Unternehmer können sich solchen Luxus einfach nicht erlauben, wenn Sie im Wettbewerb bestehen wollen. Sie müssen Ihren „Apparat” so klein wie möglich halten und so viel wie möglich aus Ihren Mitarbeitern herausholen. Das hat überhaupt nichts mit Ausbeutung zu tun. Denn:

Die meisten Mitarbeiter
wollen gefordert werden.

„Das fordere ich von Dir”
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Andrea Kleinke, Kreditorenbuchhalterin, VNR AG

Es macht ihnen mehr Spaß, hart zu arbeiten und etwas zu leisten, als den ganzen Tag zu faulenzen und mitansehen zu müssen, dass sie überhaupt nichts bewirken.

„Herzlichen Glückwunsch und alles Gute zum 50. Geburtstag” (Joachim Müller)

„Ich habe nie wieder Menschen gesehen, die so fleißig sind wie beim VNR Verlag”
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Franz Josef Rübsam, ehemaliger Verlagsleiter VNR AG, heute freier Management-Trainer

 

3. Lieferanten - im Einkauf
liegt der Gewinn

„Im Einkauf liegt der Gewinn” ist kein veraltetes Schlagwort, und es hat auch nicht nur im Handel seine Berechtigung. In anderen Branchen steckt zwar vielleicht nicht der größte Gewinn im Einkauf, aber ein beträchtlicher Gewinn allemal.

Bei den meisten Unternehmen wird die Bedeutung des Einkaufs oftmals zum Bestellscheinausfüller degradiert. Dabei kommt es gerade für Kleinunternehmen darauf an, sich verändernden Marktgegebenheiten schneller als die große Konkurrenz anzupassen.

Doch nicht nur der Absatzmarkt ist ein Markt, sondern genauso der Einkaufsmarkt. Ständiges Informieren, Auswerten und Vergleichen von Preisen sind erforderlich, ebenso wie der

Mut, auch unbekannte Wege zu beschreiten

„Man könnte doch mal jemanden mit einem Blumenstrauß schicken ...”
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Günter Stein, ehemaliger Auszubildender und späterer Profit-Center-Leiter der VNR AG, heute freiberuflicher Herausgeber von Fachinformationsdiensten und erfolgreicher Werbetexter

Es genügt eben nicht, Jahr für Jahr bei demselben Lieferanten zu kaufen und ab und zu Preiserhöhungen wieder herunterzuhandeln, sondern Sie müssen sich ständig um neue Einkaufsquellen bemühen.

„Herzlichen Glückwunsch und alles Gute zum 50. Geburtstag” (Dr. Patrik Berend)

Der Umgang mit Lieferanten will gelernt sein.

„Lehrgeld zu zahlen,
lässt sich gar nicht vermeiden.”

 

„Das war ein sehr großer Vertrauensbeweis ...”
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Petra Rausch, Verlagsleiterin International, VNR AG

Wolfgang Pahlitzsch, jahrzehntelang Einkaufsexperte beim Bundesverband Materialwirtschaft und Einkauf (BME) in Frankfurt am Main, nennt dazu die drei Grundregeln für die Lieferantensuche:

  • Sie müssen den Willen haben, gute Lieferanten zu finden
  • Sie müssen sich dafür Zeit nehmen.
  • Sie müssen Risikofreude zeigen.

Tipp: Vermeiden Sie es, sich allzu sehr von einer Firma abhängig zu machen. Der Lieferant behandelt Sie sonst leicht als jemanden, um den er sich nicht mehr zu bemühen braucht. Rainer Klerk hat das erkannt: „Ich verfüge in jeder Branche über ein bis zwei Alternativen, damit kein Großhändler oder Hersteller meint, er sei bei mir Monopolist.”

„Herzlichen Glückwunsch und alles Gute zum 50. Geburtstag” (Dagmar Kömpf)

 

4. Die Finanzierung -
anderer Leute Geld gut und billig

Warum Sie Ihr Konto nicht bei der
nächstbesten Bankfiliale eröffnen sollten

Der größte Fehler, den Sie bei der Wahl einer Bank bzw. Sparkasse machen können, ist: Einfach in die nächstbeste Bankfiliale gehen, die zuständigen Schalterbeamten ansprechen und ein Konto eröffnen. So sind und bleiben Sie in den Augen Ihrer Bank „ein kleiner, unbekannter Fisch”. Welche Folgen das haben kann, merken Sie spätestens bei der Abwicklung Ihres ersten Kreditantrages.

Welches Bankinstitut ist das richtige für Ihr Unternehmen?

Das Bankinstitut muss zu Ihrem Unternehmen passen. Sie sind jedoch darauf angewiesen, dass Sie das Vertrauen und Interesse der Bank in Ihr Unternehmen gewinnen. Denn fast ausnahmslos jedes expandierende Unternehmen durchläuft einige finanziell kritische Situationen. Das müssen noch nicht einmal Verluste oder Managementfehler sein, auch zu schnelle Expansion kann zu Liquiditätsschwierigkeiten (Mangel an „flüssigem” Geld) führen.

Treten Sie also der Bank gegenüber selbstbewusst auf. Sie wollen deren Ware Geld kaufen, zahlen schließlich dafür Zinsen und bieten Sicherheiten oder ein gut durchdachtes Unternehmenskonzept. Sie müssen sich nicht etwas untertänig für ein Geschenk bedanken.

„Herzlichen Glückwunsch und alles Gute zum 50. Geburtstag”
(Heike Pütter)

Haben Sie schließlich die richtigen Banken gefunden,
dann müssen Sie die Beziehungen sorgsam pflegen.

Oberstes Gebot in den Beziehungen zu Ihren Banken ist absolute Offenheit und stetige Zuverlässigkeit. Was Sie Ihrem Bankier an Zahlen und Fakten mitteilen, muss stimmen. Nur dann kann er Ihnen helfen, wenn Sie unvermutet unter finanziellen Druck geraten.

„Kompetenz braucht keinen Schlips”
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Fred Schuld, ehemaliger Auszubildender des Verlages, heute Geschäftsführer „Bundesanzeiger Verlag”

Geben sie ruhig zu, wenn Sie sich einmal geirrt haben, aber halten Sie immer Ihre Versprechen ein. Denn Glaubwürdigkeit ist in diesem Fall Geld wert. Auerbach weiß aus Erfahrung: „nichts ist für eine Bankverbindung gefährlicher als gegenseitiger Vertrauensschwund aufgrund von Missverständnissen oder Halbwahrheiten.”

 

5. Selbstständigkeit ist mehr
als Geldverdienen - eigene Ideen umsetzen

Selbstständiges Unternehmertum ist nichts für jedermann. Aber für denjenigen, der bereit ist, mehr zu tun als andere, der Spaß an der Leistung besitzt, der bereit ist, kalkulierbare Risiken einzugehen, der gerne seine eigenen Ideen verwirklicht und wissen will, wofür er sich anstrengt, für den kann Selbstständigkeit viel mehr bedeuten, als angestellt sein.

„Hier werden viel schneller Ideen umgesetzt”
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Reinhard Fey, selbstständiger Lektor, freier Lektor und Gutachter der VNR AG

Selbstständigkeit erschöpft sich aber nicht im rein Materiellen. Selbstständigkeit kann auch eine Geisteshaltung werden, die dann gekrönt wird, wenn Sie den Gedanken der Eigenverantwortlichkeit auch in der Gestaltung der Arbeitsabläufe an Ihre Mitarbeiter weitergeben.

Indem Sie zum Beispiel bei der Organisation Ihres eigenen Unternehmens Rücksicht darauf nehmen, dass die Befriedigung durch die Arbeit dann am größten ist, wenn der Mitarbeiter sich nicht als kleines Rädchen im großen Getriebe fühlt, sondern einen Arbeitsvorgang komplett von Auftragseingang bis zum Versand, vom Geldeingang bis zur Monatsbilanz, von der Warenanlieferung bis zur Endkontrolle übersehen und mitgestalten kann.

„Ich fand's stark und lehrreich”
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Sven Meyer, ehemaliger Auszubildender der VNR AG, heute selbstständiger Werbetexter

 

„Herzlichen Glückwunsch und alles Gute zum 50. Geburtstag”
(Birgit Demuth)

 

„Herzlichen Glückwunsch und alles Gute zum 50. Geburtstag”
(Gabriele Holly)

 

„Die machen aus einem Trampelpfad eine Autobahn”
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Eduard Altmann, Verlagsleiter Fachverlag Computerwissen, VNR AG

 

 

6. Wie schätze ich meine
Gewinnaussichten realistisch ein?

Bei jeder meiner eigenen Unternehmensgründungen - bei der jüngsten genauso wie bei der allerersten - stand ich immer wieder vor einem großen Zwiespalt: Auf der einen Seite war ich von der Geschäftsidee begeistert. Ich sah die Marktlücke, sah die Vorteile, die ich den Kunden bieten konnte, sah auch die Vorteile gegenüber der Konkurrenz und die Gewinnchancen. Auf der anderen Seite war da die Angst vor dem Risiko. Die Angst, dass es nicht klappen könnte. Die Befürchtung, dass die Idee doch nicht so gut sei, die Konkurrenz stärker als erwartet und statt der erhofften Gewinne nur rote Zahlen herauskommen würden.

„...alles aus persönlicher Erfahrung - nicht vom grünen Tisch ...”
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Christian Boucke, Leiter Kreation Direktmarketing, VNR AG

 

„Herzlichen Glückwunsch und alles Gute zum 50. Geburtstag”
(Detlef Koenig)

Vor genau dem gleichen Zwiespalt stehen Sie bei Ihrer Gründung. Auf der einen Seite brauchen Sie Begeisterungsfähigkeit, um Ihre Kunden, Geldgeber und Mitarbeiter zu überzeugen. Auf der anderen Seite kann blinder Optimismus im Geschäftsleben tödlich sein.

Zwar gibt es immer wieder ein paar Glückspilze, die sich ohne große Vorbereitung zur rechten Zeit in ein Geschäft stürzen und damit ganz groß herauskommen. Beobachtet man die Entwicklung dieser Unternehmer jedoch länger, stellt man schnell fest, dass sich glückliche Umstände nicht beliebig wiederholen lassen.

„Herzlichen Glückwunsch und alles Gute zum 50. Geburtstag”
(Ingrid Limbach)

Auf Dauer hat derjenige, der sich umfassend vorbereitet, der fragt und plant und testet, die größeren Erfolgschancen.

„Glauben Sie, Paul Getty hätte seine Nachbarn gefragt,
ob er ein neues Unternehmen gründen soll”
Norman Rentrop

Wenn Sie sich im Freundes- und Bekanntenkreis, bei Behörden, Kammern, Verbänden, Banken und anderen Einrichtungen nach den Chancen für eine bestimmte Geschäftsidee erkundigen, wird es Ihnen ähnlich ergehen: Sie werden sehr unterschiedliche Meinungen zu hören bekommen.

Wenn Sie nun überschwänglich von Ihren Selbstständigkeitsplänen erzählen - was glauben Sie, wie andere darauf reagieren werden?

„Herzlichen Glückwunsch und alles Gute zum 50. Geburtstag”
(Sigrid Nippa)

Bewunderung, Neid, Enthusiasmus, Krittelei und viele andere Reaktionen habe ich schon erlebt. Nüchterne, neutrale Reaktionen sind die Ausnahme. Darauf sollten Sie vorbereitet sein.

„Talent zum Management”
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Dr. Christian Eschweiler, ehemaliger Klassenlehrer von Norman Rentrop

 

Ein kluger Ökonom, Ludwig von Mises, hat einmal formuliert:

„Unternehmer sein heißt, eine differenzierte Sicht der Zukunft zu haben.”

Nicht das nachplappern, was alle anderen sagen, nicht dem vermeintlichen Geschäft mit den neuen Medien nachlaufen, weil alle Zeitungen davon voll sind, nicht eine Videothek aufmachen, weil alle Stammtischbrüder erzählen, da sei es immer so voll, da müsse ein „Schweinegeld” verdient erden, sondern sich seine eigene Meinung bilden, eben eine eigenständige, andere, differenzierte Sicht zu haben, das bedeutet Unternehmergeist.

„Herzlichen Glückwunsch und alles Gute zum 50. Geburtstag”
(Sabine Fresmann)

Zum Unternehmersein gehört auch immer die Bereitschaft, Risiken einzugehen. Große und kleine. Denn wer nichts wagt, kann auch nichts gewinnen. Aber: Es gibt einen entscheidenden Unterschied zwischen Unternehmern und Spielern. Gute Unternehmer gehen nur kalkulierbare Risiken ein. Aus unternehmerischer Risikofreude darf nicht Leichtsinn oder gar Tollkühnheit werden.

Nur kalkulierbare Risiken eingehen

Geschäftsideen mit geringem Risiko sind nicht unbedingt die besten Geschäftsideen. Denn es kommt nicht allein auf das Risiko an, sondern auf das Verhältnis von Chancen zu Risiken.

„Ready, Shoot, Aim”
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Sandra Witscher, Verlagsleiterin FID Investor Verlag

„Herzlichen Glückwunsch und alles Gute zum 50. Geburtstag”
(Sabine Nikodem)

Bei meinen eigenen Unternehmungen trachte ich stets danach, das Risiko zu optimieren, nicht notwendigerweise, es zu minimieren.

„Kapitalistische Nachwuchsschulung lassen wir hier nicht durch”
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Norman Rentrop, Gründer, Verleger und Aufsichtsratvorsitzender VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, Bonn

 

Testen, um das Risiko zu reduzieren

Bei meinen eigenen Unternehmen teste ich, wo immer möglich. Ich habe noch kein Unternehmen gesehen, das zuviel getestet hat, nur Unternehmer, die zuwenig testen.

„Das Testen von unternehmerischen Ideen hat er bis zur Perfektion beherrscht”
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Axel Gloger, Wirtschaftsjournalist, Trendexperte, Buchautor, Mitglied
des Aufsichtsrates der VNR AG

 

„Herzlichen Glückwunsch und alles Gute zum 50. Geburtstag”
(Michael Hoenscheid)

Werbung: Wo bringt die Anzeige mehr? In der Tageszeitung oder im Anzeigenblatt? Versandhändler haben es da einfach. Die geben einfach unterschiedliche Kennziffern im Coupon an und können so messen, welcher Werbeträger mehr Erfolg bringt.

Aber auch als Einzelhändler können Sie Werbung messbar machen. Schreiben Sie in die Anzeige in der Tageszeitung unter die Telefonnummer „Fragen Sie nach Frau Müller” und in die Anzeige im Anzeigenblatt „Fragen Sie nach Frau Schmitz”. Dann legen Sie neben das Telefon eine Strichliste und halten fest, wer häufiger verlangt wird.

„Ich habe andere daran scheitern sehen, dass sie den Schritt Kleinanzeigen übersprungen haben”
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Axel Gloger, Wirtschaftsjournalist, Trendexperte, Buchautor, Mitglied
des Aufsichtsrates der VNR AG

Was den Unternehmer vom Erfinder unterscheidet, ist das Verkaufen. Wenn Sie als Unternehmer erfolgreich sein wollen, müssen Sie verkaufen, müssen Sie rausgehen, auf andere Menschen zugehen, ihnen Nutzen bieten.

„Herzlichen Glückwunsch und alles Gute zum 50. Geburtstag”
(Patricia Sparacio)

Sie können das beste Produkt der Welt haben. In unserer heutigen Zeit, wo der Kunde König ist, schlägt sich trotzdem keiner bis zu Ihrer Haustür durch. Sie müssen bekannt machen, was Sie anzubieten haben. Ob Ihnen dieses unternehmerische Verkaufen liegt, können Sie hervorragend testen, indem Sie schon mal vor der Selbstständigkeit Ihre zukünftigen Kunden befragen.

 

7. Wer ist als Unternehmer geeignet?

„Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen.” So lautet Artikel 12, Absatz 1, Satz des Grundgesetzes. Dazu gehört auch das Recht, sich selbstständig zu machen.

Nun mischt sich der Staat durch scheinbar wohlgemeinte Hilfen für Existenzgründer aber ganz schön in den Wettbewerb unter Unternehmensgründern und zwischen Gründern und Unternehmern ein. Der Staat bevorteilt einzelne Gründer durch Zinsgeschenke, Zuschüsse, Plätze in Technologiezentren usw., statt mit demselben Geld die Steuern zu senken und damit alle Gründer zu belohnen, die tüchtig wirtschaften.


„Herzlichen Glückwunsch und alles Gute zum 50. Geburtstag”
(Eva Schmeißer und Britta Becker)

Bisher fördert der Staat ziemlich eindeutig die risikoärmsten Gründungen. Ob das zugleich die chancenreichsten sind, wird immer mehr bezweifelt. Unter anderem auch deshalb sucht der Staat nach Maßstäben, wie er sein Geld verteilen soll. In mehreren von Ministerien bezahlten Untersuchungen wurde der Frage nachgegangen, wer als Unternehmer geeignet sei. Doch viel gebracht haben die staatlich finanzierten Studien nicht, außer solch tiefschürfenden Erkenntnissen wie: „Wer in der Schule Klassenbester war, wird ein besserer Unternehmer als andere.”

Entscheiden kann nur der Markt

Ob jemand geeignet ist, sich selbstständig zu machen oder nicht, das lässt sich nicht auf dem Papier feststellen. Die Entscheidung, ob Sie zum Unternehmer geeignet sind oder nicht, die kann nur der Markt treffen. Das erfahren Sie nur, wenn Sie es probieren.

Ich möchte Ihnen deshalb Mut zur Selbstständigkeit machen, Sie zuglich aber an meine auf den vorigen Seiten erläuterten Prinzipien erinnern, nur kalkulierbare Risiken einzugehen und wo immer möglich, Risiken durch Informieren, Planen, Simulieren und Testen zu reduzieren.

„...die haben bis spät in die Nacht Werbebanner gemacht ...
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Andreas Bünter, Gesellschafter, ehemaliger Chefredakteur „Die Aktien-Analyse”

 

Geld allein schafft keinen Erfolg

„Wie wichtig ist eigentlich die Höhe des Startkapitals für den Erfolg?”, werde ich immer wieder gefragt. Die Antwort ist gar nicht so einfach, wie es zunächst scheint.


1„Herzlichen Glückwunsch und alles Gute zum 50. Geburtstag”
(Jörg Ludermann)

Ohne Zweifel spielt Kapital eine bedeutende Rolle bei der Unternehmensgründung. Denn: Je mehr Startkapital einer hat, desto mehr Fehler kann er sich leisten. Und auch die meisten Banken behandeln ihn anders. Frei nach dem Motto: „Wer hat, dem wird gegeben.”

Aber stimmt deshalb die These, dass Kapital der wichtigste Faktor bei der Unternehmensgründung sei? Stimmt es wirklich, dass viele Misserfolge nur auf mangelndes Eigenkapital zurückzuführen sind? Überraschende Ergebnisse ermittelte das Bonner Institut für Mittelstandsforschung (Professor Horst Albach): Erfolgreiche Gründer haben mit weniger Kapital begonnen als gescheiterte. Bei den erfolgreichen Gründern betrug die Eigenkapitalquote nur 56 Prozent, bei den gescheiterten hingegen 71 Prozent.

Persönlicher Einsatz kann fehlendes Startkapital mehr als wettmachen

Geld allein schafft also keinen Erfolg. Dies ist eigentlich auch ganz einleuchtend: Wer weniger Eigenkapital zur Verfügung hat, muss sich mehr anstrengen. „Human-Kapital” nennt das die neuere Wirtschaftswissenschaft. Persönliche Fähigkeiten und Engagement stellen auch ein Kapital dar.

„Wir packten überall an!”
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Norman Rentrop, Gründer, Verleger und Aufsichtsratvorsitzender VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, Bonn


1„Herzlichen Glückwunsch und alles Gute zum 50. Geburtstag”
(Ingo Hothum)

 

Eine gute Geschäftsidee ist eine gute Basis - aber keine Erfolgsgarantie

Die beste Geschäftsidee nutzt nichts, wenn sie nicht mit persönlichem Einsatz, mit Fähigkeiten und Verstand und zur richtigen Zeit umgesetzt wird.

„Herr Rentrop kennt jeden Nagel in der Wand mit Vornamen”
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Dietmar Kowertz, ehemaliger Chefredakteur der „Geschäftsidee”, heute freier Chefredakteur des Informationsdienstes „Benefit”, Stuttgart.

Im Laufe der Jahre, seit ich für „Die Geschäftsidee” Unternehmenskonzepte schreibe, habe ich viele tausend Gründungen gesehen. In keinem einzigen Fall aber habe ich es erlebt, dass zwei Gründer in ein und derselben Branche mit ein und demselben Konzept die gleichen Ergebnisse erzielten. Jede Unternehmensgründung ist eine ganz persönliche Angelegenheit.

 

8. Die Strategie der innovativen Imitation

Diese Strategie, sich auf Bewährtes zu stützen und das auf neue Märkte zu übertragen, habe ich die Strategie der innovativen Imitation genannt. Innovativ deshalb, weil die Übertragung auf einen neuen Markt eine Neuerung darstellt. Imitation, weil es sich im Grunde nicht um die Umsetzung eines neu erfundenen Unternehmenskonzepts handelt, sondern um den Rückgriff auf ein bewährtes Unternehmenskonzept.


1„Herzlichen Glückwunsch und alles Gute zum 50. Geburtstag”
(Sybille Stehncken)

 

Imitation ist besser als ihr Ruf

Imitative Gründungen haben bei Bürokraten und Technokraten keinen guten Ruf. Nach dem Motto „Wer noch nicht einmal eine eigene Idee zum Gründen hat, sollte nicht gründen” werden imitative Unternehmensgründungen pauschal abgelehnt.

„Rentrop hat gleiche Strategien ...”
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Günter Stein, ehemaliger Auszubildender, später Profit-Center-Leiter, heute Herausgeber Fachinformationsdienste erfolgreicher Werbetexter

 

Warum die Strategie der innovativen Imitation so gut funktioniert

Die Strategie der innovativen Imitation ist deshalb so wirkungsvoll, weil sie zum einen den natürlichen Verlauf der Durchsetzung von Geschäftsideen nutze, zum anderen sich auf bewährte Selektionsmechanismen stützt.

Neue Geschäftsideen, egal ob neue Ladengeschäfte oder neue Dienstleistungsformen, breiten sich nicht schlagartig in allen Orten der Welt gleichzeitig aus. Meist dauert es Jahre, manchmal sogar Jahrzehnte, bis eine neue Unternehmensform Verbreitung gefunden hat. Irgendwo auf der Welt wird die Geschäftsidee zum ersten Mal umgesetzt. Wenn sie erfolgreich ist, pflanzt sie sich dann im Laufe der Zeit von Ort zu Ort, von einem Land zum anderen fort.


1„Herzlichen Glückwunsch und alles Gute zum 50. Geburtstag”
(Sybille Stehncken)

 

9. Wie geht's weiter?

„...bis irgendwann die ganze Welt vielleicht nur noch VNR-Verlag sein wird ...”
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Christian Boucke, Leiter Kreation Direktmarketing, VNR AG

 

Lieber Herr Rentrop,
alles Gute zum Geburtstag!

Helmut Graf (Herausgeber)
im Namen aller Mitarbeiter, Geschäftsfreunde, Partner und Weggefährten

 


 

Liebe Leserin, lieber Leser,

wenn Sie nicht Norman Rentrop sind, aber von den unternehmerischen Ideen von Norman Rentrop profitieren wollen, dann senden Sie doch den folgenden Anfragewunsch an Norman Rentrop:

 

 

Anfragewunsch

 

Sehr geehrter Herr Rentrop,

ich habe eine unternehmerische Idee, die ich Ihnen gerne vorstellen möchte und würde mich freuen, wenn ich dazu Ihre Einschätzung und Ihren Rat erhalte. Wann darf ich Sie ansprechen?

Es geht um folgende Idee:

Vorname Name:

E-Mail-Adresse:

 

 

 

 


 

Impressum

Idee und Konzept: Helmut Graf
Projektleitung: Frank Schütz
Text: Norman Rentrop, Helmut Graf, Axel Gloger, Sven Meyer
Textliche Gestaltung/Layout: Sven Meyer
Technische Umsetzung: Sven Meyer, Frank Schütz, conceptfour | www.concept-4.de
Kamera, Filme "Glückwünsche": Frank Schütz, Michael Hoenscheid, Sonja Weber
Idee und Konzept "Projekt" Zeitzeugen: Betty Zucker, Jo Maier, Helmut Graf
Kamera, Filme "Projekt" Zeitzeugen: Jo Maier
Filmschnitt/Flashprogrammierung: conceptfour | www.concept-4.de
Texterfassung: Manuela Oelliger

Mit freundlicher Unterstützung der Abteilung eBusiness, Dr. Harald Feldkamp, VNR AG

Mit freundlicher Genehmigung von Herrn Axel Gloger haben wir das Kapitel Nr. 10 ”Jede Sekunde nützen” aus seinem Buch ”Millionäre - vom Gründertraum zur Wirklichkeit” in Auszügen übernommen

Besonderen Dank allen, die einen Glückwunsch geschickt haben.

Wir danken den Zeitzeugen Axel Gloger, Dr. Christian Eschweiler, Dr. Michael Fuchs, Eduard Altmann, Michael Rieck, Andrea Kleinke, Franz Josef Rübsam, Günter Stein, Petra Rausch, Fred Schuld, Reinhard Fey, Sven Meyer, Christian Boucke, Sandra Witscher, Andreas Bünter, Dietmar Kowertz, Dr. Wolfgang Stock, Claus von Kutzschenbach

Besonders danken wir Frau Annemarie und Friedhelm Rentrop
für die "produktive" Leistung an Karneval 1957!

Wenn Sie als Zeitzeugen noch etwas beitragen möchten, klicken bitte hier oder schreiben Sie uns eine eine Nachricht an: Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, Frau Gabriele Holly, Theodor-Heuss-Str. 2-4, 53177 Bonn. Telefon 0228-8205-7280.

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